Sammlung zum Verstande des Neuen Stammdaten Inhalt Statistische Auswertung Zeitschriftenprofil Stammdaten Hier finden Sie die in der Zeitschriftendatenbank (ZDB) hinterlegten bibliographischen Informationen zur Zeitschrift. Das Pluszeichen weist auf das Vorhandensein weiterer ausklappbarer Angaben hin. Titel : Sammlung zum Verstande des Neuen Erschienen : Königsberg : Eckart Erscheinungsverlauf : 1735 = St. 1-104[?] Anmerkungen (Verbund) : ... Hauptsacht. auf d. Jg.-Titelbl: Nützliche Sammlung zum näheren Verstande des Neuen in der politischen und gelehrten Welt Nummern : ID (PPN): 00191510X Zitierlink : https://gelehrte-journale.adw-goe.de Zitierlink in Zwischenablage kopiert ZDB-ID : 1473336-5 https://ld.zdb-services.de/resource/1473336-5 DNB-Nr. : 019664184 AdW-Nr. : 352 Projekt : Gelehrte Journale und Zeitungen der Aufklärung (GJZ 18, 2011-2025) Inhalt Über die inhaltliche Struktur der Zeitschrift können einzelne Abschnitte durch Aufklappen als Sucheinstieg ausgewählt werden: etwa einzelne Bände oder Jahrgänge und – je nach Aufbau der Zeitschrift – auch einzelne Stücke, Vorreden, Beilagen, etc. Jeder Abschnitt ist per Klick auswählbar und führt zu einem Trefferset der jeweils zugehörigen Artikel. Mithilfe der Facetten kann die Suche anschließend verfeinert werden.Auf der untersten Ebene können einzelne Artikel direkt ausgewählt werden. Die ggf. gekürzten Titel und die ihnen jeweils vorangestellte Gattung können, je nach Zeitschrift, bereits eine erste Orientierung bieten. Statistische Auswertung auf GJZ18-Datenbank Hier können Sie den Erschließungsstand der einzelnen Jahrgänge der Zeitschrift einsehen und sich ein Bild von ihrer fachlichen Ausrichtung und speziellen thematischen Vorlieben machen. Die Verteilung der Fächer basiert auf der Vergabe der Systemstellen in den einzelnen Datenbankeinträgen. Das Diagramm lässt sich mit dem Schieberegler individuell skalieren und kann auf einen bestimmten Zeitraum oder einzelne Jahrgänge beschränkt werden. Daneben wird auch der Vergleich zweier Jahrgänge angeboten. Das Diagramm kann so eventuelle Veränderungen der Programmatik sichtbar machen. Die dargestellten Balken sind jeweils klickbar und stellen nach Auswahl ein Trefferset der zum Fach und gewählten Zeitraum gehörigen Artikel der Zeitschrift zusammen. Bearbeitungsstand Fächerverteilung Zeitraum Einzeljahrgang Zwei Jahrgänge Auswahl: Auswahl: Auswahl: vs. Fachentwicklung Wissenschaftskunde (Wiss.) Philologie (Philol.) Theologie (Theol.) Jurisprudenz (Jur.) Medizin und Pharmazie (Med.) Philosophie (Phil.) Pädagogik (Päd.) Staatswissenschaften (Pol.) Kriegswissenschaften (Mil.) Naturkunde (Nat.) Technologie und Gewerbekunde (Tech.) Mathematik (Math.) Geographie (Geo.) Geschichte (Gesch.) Bildende Kunst, schöne Literatur, Musik (Kü.) Literär-/Gelehrtengeschichte (Lit.) Vermischte Schriften (Verm.) Profil Hier finden Sie detaillierte Angaben zur Zeitschrift, die von den Mitarbeiter*innen des Projektes im Zuge ihrer Arbeit gewonnen wurden. Es handelt sich um Erkenntnisse über Herausgeberschaft, Mitarbeiterstab, Vernetzung, Publikationsgeschichte und Programmatik der Zeitschrift. Daneben werden spezifische Interessen benannt, Stil und Art der Rezensionen und Beiträge charakterisiert und auch Übernahmen aus anderen Zeitschriften aufgeführt. Digitalisat : http://digital.slub-dresden.de/id43486532X Personen : Flottwell, Cölestin Christian (Rezensent ; Herausgeber (?)) Publikationsgeschichte : In der Widmung, die auf den 16. Oktober 1735 datiert ist, geben sich die Herausgeber als eine kleine Gesellschaft von Gelehrten zu verstehen, die an der Universität zu Königsberg lehren, und seit einem halben Jahr mit der Arbeit an der "Nützlichen Sammlung" begonnen haben. Aus der Vorrede zum zweiten Halbjahresband geht hervor, dass im weiteren Verlauf eine personelle Erweiterung möglichst aus allen Fakultäten angestrebt wurde. Redaktionsstil : In Anlehnung an die St. Petersburger Gesellschaft wählte man bewusst die Anonymität, um sich gemeinschaftlich in den bestmöglichen Dienst des Leserpublikums zu stellen, das von einer hohen Qualität profitieren sollte. Die Nachrichten wurden gemeinsam ausgewählt, Ausführungen vorgelesen, diskutiert und ggf. verbessert, um dann von erfahrenen und hochgeachteten Gelehrten nochmals durchgesehen zu werden. Ziel war es, alles Neue, das in den politischen und gelehrten Zeitungen, vornehmlich aber in der Königsberger "Preußischen Fama" berichtet wurde, möglichst vollständig aufzugreifen, um es zu erläutern und auszuführen. Als Zielgruppe wurde weniger die gelehrte Welt, als vielmehr ein breites gesamtgesellschaftliches Leserpublikum in den Fokus genommen. Sogar Leserbriefe wurden entgegengenommen und beantwortet. Folglich sind die Artikel bei tendenziellem Verzicht auf wissenschaftliche Tiefe weitgehend historisch angelegt und allgemeinverständlich formuliert. In den Leipziger "Neuen Zeitungen von Gelehrten Sachen" wurde der für die Allgemeinheit gewählte angenehme und fließend verbindende Stil gelobt. Zu dieser Zielsetzung gehörte auch, dass die Herausgeber in ihren Ausführungen niemanden zu schädigen oder zu beleidigen beabsichtigten. Insbesondere aber in der bisweilen offen geäußerten ablehnenden Haltung gegenüber der katholischen Kirche brachten sie zum Ausdruck, dass sie Königsberg zu dieser Zeit als Mittelpunkt des protestantischen Preußens und Zentrum des Pietismus verstanden. Nicht immer gelang es den Herausgebern, alles in Erfahrung zu bringen oder einzusehen. Sie entschuldigten sich mehrfach für die Unvollständigkeit ihrer Informationen und machten auf die schwierige Beschaffung aufmerksam. Dabei wurde die Berichterstattung der Zeitungen als unzureichend moniert oder die Akademie der Wissenschaften zu Sankt Petersburg angehalten, tiefergehende Information zu liefern. Informationen : Die "Nützliche Sammlung" ist Friedrich II. (1712-1786) gewidmet, der zu dieser Zeit noch Kronprinz von Preußen sowie Markgraf und Kurprinz zu Brandenburg war. Als Liebhaber der Künste und Wissenschaften wurde er als Hoffnungsträger glorifiziert. Cölestin Christian Flottwell (1711-1759), der an der Albertus-Universität lehrte, scheint zu den Herausgebern zu gehören, da er in einem Brief an Johann Christoph Gottsched (1700-1766) von "unsrer Gelehrten G." spricht, und sich anschickt, ein Exemplar der "Nützlichen Sammlung" der Deutschen Gesellschaft Gottscheds in Leipzig zu vermachen. Zusammen mit Johann Jakob Quandt (1686-1772) besuchte er 1736 Gottsched in Leipzig, um später auf dessen Veranlassung die Deutsche Gesellschaft in Königsberg zu gründen. Quandt, dessen Neuauflage der "Preussischen Hand-Bibel" im Artikel über die Schicksale der Protestanten Erwähnung findet, war in den Jahren 1734-1735 Rektor der Albertus-Universität, gefolgt von Reinhold Friedrich Sahme, Melchior Philipp Hartmann und Johann Behm bis in das Jahr 1736. Die Herausgeber der "Nützlichen Sammlung" setzten sich zum Ziel, den politischen und gelehrten Zustand in Europa im jeweils zurückliegenden Jahr nach Eingebung der Zeitungen zu erläutern. Der erste Halbjahresband beginnt mit einem historischen Überblick über die politischen Ereignisse des Jahres 1734, gefolgt von einem genealogischen Abriss der europäischen Herrscherhäuser dieser Zeit. Nach einem Beitrag über die Schicksale der Protestanten und Ausführungen über verschiedene Rechtsangelegenheiten werden Einblicke in neue Entwicklungen und Erkenntnisse in der Medizin, der Mathematik und Philosophie gegeben. Die aktuelle Wissenschaft wird in ihrer ganzen Brandbreite vorgestellt. Es folgen Beiträge geringeren Umfangs, die sich einzelnen Ereignissen und Begebenheiten widmen. Häufig wird die Geburt, die Heirat oder der Tod zum Anlass genommen, um die Lebensgeschichte des oder der Betroffenen zu schildern oder Einblicke in die Geschichte der betreffenden Adelsgeschlechter zu geben. Daneben werden Hintergründe zu einzelnen Begebenheiten an den europäischen Höfen und historische Rückblicke zu kirchenpolitischen Ereignissen ausgeführt. In den Überblicksdarstellungen zu den einzelnen Wissenschaftsdisziplinen finden die jeweils aktuellen Publikationen Erwähnung. Dabei wird häufig Bezug genommen auf die Leipziger "Nova acta eruditorum" und "Neuen Zeitungen von gelehrten Sachen", die beide seit 1732 von Friedrich Otto Mencke herausgegeben wurden, sowie auf die von Johann Peter Kohl herausgegebenen "Hamburgischen Berichte von neuen gelehrten Sachen", in denen Rezensionen oder Anzeigen dieser Werke bereits vorlagen. Im Gegenzug wurde die "Nützliche Sammlung" nach Erscheinen der beiden Halbjahresbände in diesen Rezensionsorganen bekannt gemacht, und dabei durchweg gelobt. Es ist nicht nur von wohlausgearbeiteten Stücken und mit besonderem Fleiß ausgearbeiteten Materien die Rede, sondern es wird auch die außerordentliche Nützlichkeit der Sammlung bestätigt und darüber hinaus bekräftigt, dass sich die gelehrte Gesellschaft mit ihrer "Sammlung" auch in den Dienst ihrer Universität und ihres Landes stellt. Um dem offensichtlichen Vorurteil zu begegnen, dass es in Königsberg keine Liebhaber der Wissenschaften und insbesondere der Naturwissenschaften gäbe, wird im Überblick über die medizinischen Errungenschaften das von Jacob Theodor Klein herausgegebene illustrierte Werk über die Echinodermata hervorgehoben, das von vielen Königsberger Naturinteressierten, Medizinern und Naturwissenschaftlern unterstützt wurde, darunter der Leiter der Stadtbibliothek Michael Lilienthal, der Bürgermeister Philipp Jacob Manitius sowie Friedrich Gottlieb Haupt, Johann Gottfried Teske, Johann Christoph Bohl, Melchior Philipp Hartmann, Matthias Ernst Boretius, Konrad Gottlieb Marquardt, Christian Ludwig Charisius und Andreas Lilienthal. Erscheinungsverlauf : Die Zeitschrift erschien 1735 in zwei Halbjahresbänden, denen im Jahr 1736 ein weiterer Teil folgte. Erscheinungszyklus : Die Stücke wurden zweimal wöchentlich mittwochs und samstags in der Buchhandlung Christoph Gottfried Eckart ausgeteilt. Bei durchgehender Seitenzählung wurden im Jahr zwei Halbjahresbände herausgegeben. Umfang : Bei zweimal wöchentlichem Erscheinen wurden pro Halbjahr etwa 52 Stücke ausgegeben, die in der Regel 16 S. im Oktavformat umfassen. Die einzelnen Artikel erstrecken sich häufiger über mehrere Stücke und variieren in ihrem Umfang oft sehr stark. Besonders die ersten Artikel, die sehr umfangreiche Überblicke bieten, und daher in mehrere Abschnitte unterteilt sind, weisen einen größeren Umfang von durchschnittlich etwa 40 S. auf, während die sich anschließenden Beiträge durchschnittlich etwa 12 S. umfassen. VD-18-Nr : VD18 90350278 Kirchner-Nr : 469 weiterführende Literatur : Döring, Detlef; Rudersdorf, Manfred (Hgg.): Johann Christoph und Luise Adelgunde Victorie Gottsched. Briefwechsel 1722–1766. Ein Korrespondenznetzwerk im Zeitalter der Aufklärung. Historisch-kritische Ausgabe. Bd. 4. Berlin, New York: De Gruyter, 2010, S. 311; Bd. 5. Berlin, Boston: De Gruyter, 2011, S. 91. Verfasser des Profils : Veronika Hausler Erstellungsdatum : 2025-10-25