Der Schlesische Büchersaal, in welchem von allerhand Schlesischen Büchern und anderen Gelehrten Sachen Nachricht ertheilt wird Stammdaten Inhalt Statistische Auswertung Zeitschriftenprofil Druckorte Stammdaten Hier finden Sie die in der Zeitschriftendatenbank (ZDB) hinterlegten bibliographischen Informationen zur Zeitschrift. Das Pluszeichen weist auf das Vorhandensein weiterer ausklappbarer Angaben hin. Titel : Der Schlesische Büchersaal, in welchem von allerhand Schlesischen Büchern und anderen Gelehrten Sachen Nachricht ertheilt wird Erschienen : Schweidnitz : Overfeldt Erscheinungsverlauf : 1.1751 - 10.1753[?] Nummern : ID (PPN): 109340426 Zitierlink : https://gelehrte-journale.adw-goe.de Zitierlink in Zwischenablage kopiert ZDB-ID : 1325529-0 https://ld.zdb-services.de/resource/1325529-0 DNB-Nr. : 018280455 AdW-Nr. : 371 Projekt : Gelehrte Journale und Zeitungen der Aufklärung (GJZ 18, 2011-2025) Inhalt Über die inhaltliche Struktur der Zeitschrift können einzelne Abschnitte durch Aufklappen als Sucheinstieg ausgewählt werden: etwa einzelne Bände oder Jahrgänge und – je nach Aufbau der Zeitschrift – auch einzelne Stücke, Vorreden, Beilagen, etc. Jeder Abschnitt ist per Klick auswählbar und führt zu einem Trefferset der jeweils zugehörigen Artikel. Mithilfe der Facetten kann die Suche anschließend verfeinert werden.Auf der untersten Ebene können einzelne Artikel direkt ausgewählt werden. Die ggf. gekürzten Titel und die ihnen jeweils vorangestellte Gattung können, je nach Zeitschrift, bereits eine erste Orientierung bieten. Statistische Auswertung auf GJZ18-Datenbank Hier können Sie den Erschließungsstand der einzelnen Jahrgänge der Zeitschrift einsehen und sich ein Bild von ihrer fachlichen Ausrichtung und speziellen thematischen Vorlieben machen. Die Verteilung der Fächer basiert auf der Vergabe der Systemstellen in den einzelnen Datenbankeinträgen. Das Diagramm lässt sich mit dem Schieberegler individuell skalieren und kann auf einen bestimmten Zeitraum oder einzelne Jahrgänge beschränkt werden. Daneben wird auch der Vergleich zweier Jahrgänge angeboten. Das Diagramm kann so eventuelle Veränderungen der Programmatik sichtbar machen. Die dargestellten Balken sind jeweils klickbar und stellen nach Auswahl ein Trefferset der zum Fach und gewählten Zeitraum gehörigen Artikel der Zeitschrift zusammen. Bearbeitungsstand Fächerverteilung Zeitraum Einzeljahrgang Zwei Jahrgänge Auswahl: Auswahl: Auswahl: vs. Fachentwicklung Wissenschaftskunde (Wiss.) Philologie (Philol.) Theologie (Theol.) Jurisprudenz (Jur.) Medizin und Pharmazie (Med.) Philosophie (Phil.) Pädagogik (Päd.) Staatswissenschaften (Pol.) Kriegswissenschaften (Mil.) Naturkunde (Nat.) Technologie und Gewerbekunde (Tech.) Mathematik (Math.) Geographie (Geo.) Geschichte (Gesch.) Bildende Kunst, schöne Literatur, Musik (Kü.) Literär-/Gelehrtengeschichte (Lit.) Vermischte Schriften (Verm.) Profil Hier finden Sie detaillierte Angaben zur Zeitschrift, die von den Mitarbeiter*innen des Projektes im Zuge ihrer Arbeit gewonnen wurden. Es handelt sich um Erkenntnisse über Herausgeberschaft, Mitarbeiterstab, Vernetzung, Publikationsgeschichte und Programmatik der Zeitschrift. Daneben werden spezifische Interessen benannt, Stil und Art der Rezensionen und Beiträge charakterisiert und auch Übernahmen aus anderen Zeitschriften aufgeführt. Digitalisat : https://digital.martin-opitz-bibliothek.de/resolver/0464684-1751 Personen : Rosenberg, Abraham Gottlob (Herausgeber ; Verfasser) Publikationsgeschichte : Dem Zeitschriftenprojekt ging eine "Vorläufige Nachricht von einer Neuen Monatschrift, welche künftighin unter dem Nahmen der Gelehrten Nachrichten von Schlesien soll herausgegeben werden" voraus, die auf den 17. August 1750 datiert ist und in Breslau bei Georg Friedrich Heinrich erschien. Darin wird auf die "Gelehrten Neuigkeiten Schlesiens" Bezug genommen, die 1734-1740 in Schweidnitz bei Johann Georg Böhm und in Liegnitz bei David Siegert gedruckt wurden. Sie bilden die erste regional ausgerichtete Rezensionszeitschrift in Schlesien. An diese soll das neue Unternehmen anknüpfen, das auch bemüht sein wird, die Lücke zu schließen, die nach dem Einstellen der "Gelehrten Neuigkeiten" in den 1740er Jahren entstanden war. Der sich in der "Vorläufigen Nachricht" nicht nennende Herausgeber ist Abraham Gottlob Rosenberg (1709-1764), der in Leipzig bei Johann Christoph Gottsched (1700-1766) lernte, 1749 auf dessen Empfehlung Mitglied der Königsberger Deutschen Gesellschaft wurde, und zum Zeitpunkt des Erscheinens der Nachricht Pastor in Mertschütz (bei Liegnitz) war. In einem Brief von Rosenberg an Gottsched, der auf den 26. September 1750 datiert ist, berichtet dieser von seinem Vorhaben, eine schlesische Monatsschrift zu verfassen, und bittet Gottsched, das Manuskript des ersten Teils kritisch durchzulesen (Gottsched: Briefwechsel, Bd. 16, Nr. 60, S. 172-178, bes. S. 175f.). Im November 1750 macht Gottsched in dem von ihm 1745-1750 herausgegebenen "Neuen Büchersaal der schönen Wissenschaften und freyen Künste" auf das Vorhaben wohlwollend aufmerksam, indem er den Plan Rosenbergs, ein landeseigenes Journal ins Leben zu rufen, ausdrücklich lobt (Bd. 10, 1750, St. 5, S. 474). Der von Gottsched gelesene erste Teil erschien im darauffolgenden Jahr 1751 bei Joseph Friedrich Querfeldt in Schweidnitz, und zwar unter dem geänderten Titel "Der Schlesische Büchersaal, in welchem von allerhand Schlesischen Büchern und andern Gelehrten Sachen Nachricht ertheilt wird". Bis in das Jahr 1754 wurden insgesamt 10 Teile und ein Anhang mit Registern herausgegeben. Der Titel, mit dem Rosenberg an Gottscheds "Neuen Büchersaal" anknüpfte, wurde von ihm geändert, weil er im Gegensatz zum ursprünglichen Vorhaben den Bitten seines Lesepublikums gerecht werden und sich bemühen wollte, gelehrte Nachrichten und Schriften auch außerhalb Schlesiens miteinfließen zu lassen. Dafür richtete er die Rubrik "Anhang von auswärtigen Gelehrten Sachen" ein. Redaktionsstil : Aus dem Brief Rosenbergs an Gottsched vom 26. September 1750 geht hervor, dass Rosenberg von seinem Freundeskreis Unterstützung erfuhr. In der "Vorläufigen Nachricht" werden die Gelehrten des Landes aufgerufen, das Unternehmen durch Beiträge zu bereichern. Angesichts des Zeitschriftenkonzepts werden die einzelnen Schriften wohlwollend besprochen. Das Augenmerk liegt auf dem Inhalt der Werke, die vollständig und gründlich vorgestellt, und aus denen Auszüge vorgelegt werden. Informationen : Eine Lieferung umfasst etwa 4 Rezensionen sowie 1-2 Beiträge, gefolgt von der Rubrik "Einzelne Nachrichten. Von Academischen, Schul- und andern kleinen Schriften" und dem "Anhang von auswärtigen Gelehrten Sachen", der in vier Kapitel unterteilt ist: 1. Von gelehrten Gesellschaften und ihren Beschäftigungen. 2. Von Büchern und andern Schriften. 3. Wachsthum der Wissenschaften in allerhand nützlichen Entdeckungen der Natur und Kunst. 4. Schicksaale der Gelehrten in ihren Beförderungen, Absterben und andern Vorfällen. Wie in der "Vorläufigen Nachricht" angekündigt, werden überwiegend Schriften vorgestellt, die in Schlesien gedruckt wurden. Die Mehrzahl dieser Schriften wurde in Breslau bei Korn verlegt, gefolgt von Meyer (Breslau ; Leipzig) und Pietsch (Breslau ; Leipzig), Siegert in Liegnitz und Krahn in Hirschberg. Auch werden wie angekündigt Schriften von Schlesiern berücksichtigt, die sich außerhalb Schlesiens aufhielten, wie etwa Georg Rudolph Böhmer, der in Wittenberg wirkte, und dessen besprochenes Werk in Leipzig bei Dyck erschien. Bei den Beiträgen handelt es sich überwiegend um Lebensbeschreibungen verstorbener Gelehrter, insbesondere von Lehrern an schlesischen Gymnasien und Theologen, die wie Rosenberg in Leipzig studierten. Von Rosenberg stammt der Nachruf auf Johann Georg Löbin, der ihn eigens damit beauftragt hatte (Anm. T. 5, S. 474). Rosenberg verfasste auch einen Beitrag größeren Umfangs über "Christus und Melchisedek", den er mit den Initialen A. G. R. signierte. Dieser wird ergänzt durch mitunter eingesandte Beiträge geringeren Umfangs, die sich mit der schlesischen Kirchengeschichte befassen. Wie der Untertitel "Von Academischen, Schul- und andern kleinen Schriften" der Rubrik "Einzelne Nachrichten" verrät, finden überwiegend Gelegenheitsschriften, Einladungsschriften und Schulprogramme schlesischer Gymnasien wie dem Elisabethgymnasium und dem Magdalenengymnasium in Breslau, dem Gymnasium in Schweidnitz sowie den Schulen in Liegnitz und Landeshut Erwähnung, die insbesondere im Zusammenhang mit den dort organisierten Theateraufführungen stehen. Darüber hinaus wird etwa über die Disputationen an der Leipziger Universität oder über aktuelle Predigten berichtet. Wie angekündigt, ist die Rubrik "Anhang von auswärtigen Gelehrten Sachen" bisweilen aus Platzgründen weggefallen. Bezüglich des Kapitels "2. Von Büchern und andern Schriften" fällt auf, dass überwiegend theologische Schriften bekannt gemacht wurden, was für Rosenberg als Herausgeber spricht, dessen Unternehmen von theologischen Beiträgen und Nachrichten durchdrungen ist, die er überwiegend selbst beisteuerte. In den Leipziger "Neuen Zeitungen von Gelehrten Sachen" und in den "Jenaischen gelehrten Zeitungen" findet das Projekt durchweg lobende Erwähnung. Nachdem Rosenberg den 2. Band um einen Anhang mit übrig gebliebenen Rezensionen und Beiträgen sowie um ein Titel- und Sachregister ergänzte, sah sich dieser jedoch nicht mehr in der Lage, das Projekt fortzuführen (siehe dazu Habel 2024, S. 164). Erscheinungsverlauf : In den Jahren 1751-1752 erschienen 5 Lieferungen, weitere 5 im Jahr 1753; sie wurden jeweils zu einem Band zusammengefasst; im Jahr 1754 wurde Band 2 um einen Anhang mit Registern ergänzt; innerhalb der Bände wurde fortlaufend paginiert: Bd. 1: Teil 1 (1751), S. 1- 102 ohne Titelblatt, Vorrede [6 S.] und Inhaltsverzeichnis], Teil 2 (1751), S. 103-206, Teil 3 (1751), S. 207-334, Teil 4 (1752), S. 335-422, Teil 5 (1752), S. 423-494 Bd. 2: Teil 6 (1753), S. 1-74 mit Titelblatt, Vorrede [4 S.] und Inhaltsverzeichnis, Teil 7 (1753), S. 75-154, Teil 8 (1753), S. 155-224, Teil 9 (1753), S. 225-304, Teil 10 (1753), S. 305-376, Anhang mit Register zu Bd. 1-2 (1754), S. 377-448 Erscheinungszyklus : Die Zeitschrift sollte zweimonatlich, mindestens aber dreimonatlich erscheinen ("Vorläufige Nachricht", S. 25f.; Gottsched: Briefwechsel, Bd. 17, Nr. 23, S. 81f.); da die erste Lieferung wohl erst im Frühjahr erfolgte, und insgesamt 3 Teile erschienen, wurde im ersten Jahr die Mindestanforderung erzielt; im zweiten Jahr erfolgten die Lieferungen nur halbjährlich, im dritten Jahr wurde mit 5 Lieferungen ein nahezu zweimonatliches Erscheinen erreicht. Nach der Lieferung des Anhangs mit Registern im Jahr 1754 wurde das Unternehmen eingestellt. Umfang : Die ersten drei Teile fielen mit etwa 110 Seiten im Oktavformat etwas umfangreicher aus als die darauffolgenden Teile mit ungefähr 75 Seiten. Die einzelnen Rezensionen und Beiträge variieren stark in ihrem Umfang, weisen aber im Durchschnitt etwa 15 Seiten auf. Während die Rubrik "Einzelne Nachrichten", meist bestehend aus 4 Nachrichten, etwa 10-15 Seiten umfasst, erstreckt sich die Rubrik "Anhang von auswärtigen Gelehrten Sachen", die in vier Kapitel unterteilt ist, über etwa 20 Seiten. Kirchner-Nr : 174 Signatur : Z 4501 (Herne MOB) weiterführende Literatur : Habel, Thomas: Die Gelehrten Nachrichten von Schlesien: Zum mediengeschichtlichen Kontext eines gescheiterten Breslauer Zeitschriften-Projekts von 1750, in: Leipziger Jahrbuch zur Buchgeschichte 32 (2024), S. 131-170. Döring, Detlef ; Rudersdorf, Manfred Johann (Hgg.): Christoph und Luise Adelgunde Victorie Gottsched. Briefwechsel 1722–1766. Ein Korrespondenznetzwerk im Zeitalter der Aufklärung. Historisch-kritische Ausgabe. Berlin, New York: De Gruyter 2007ff. Schlott, Michael: "Einer meiner damaligen geschicktesten Zuhörer. Einblicke in Leben und Werk des Gottsched-Korrespondenten Abraham Gottlob Rosenberg (1709-1764)", in: Manfred Rudersdorf (Hrsg.): Johann Christoph Gottsched und seine Zeit. Neue Beiträge zu Leben, Werk und Wirkung. Berlin, New York: De Gruyter 2007, S. 155-337. Verfasser des Profils : Veronika Hausler Erstellungsdatum : 2025-11-19 Druckorte Mit dieser interaktiven Karte erhalten Sie eine Übersicht über die Druckorte der in der Zeitschrift rezensierten Schriften. Sie können sich damit einen Eindruck über eventuelle regionale Schwerpunkte und die internationale Anbindung der Zeitschrift verschaffen. Die Häufigkeit vorkommender Orte wird mit Markern farblich unterschieden und in der Legende am rechten unteren Kartenrand erklärt. Die Karte ist zoombar und fasst in den niedrigeren Zoomstufen einzelne benachbarte Ortsmarker als blaue lokale Cluster zusammen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, die Ortsnamenliste direkt über der Karte gezielt nach einzelnen Druckorten zu durchsuchen. Die Auswahl einzelner Orte generiert ein Trefferset der entsprechenden besprochenen Werke innerhalb der Zeitschrift in einem neuen Tab. Breslau 26 Leipzig 10 Hirschberg 3 Liegnitz 2 Den Haag 1 Halle (Saale) 1 Frankfurt (Oder) 1 Züllichau 1 Wittenberg 1 Breslau (26) Leipzig (10) Hirschberg (3) Liegnitz (2) Den Haag (1) Halle (Saale) (1) Frankfurt (Oder) (1) Züllichau (1) Wittenberg (1) Results count per location