Dänisches Journal Stammdaten Inhalt Statistische Auswertung Zeitschriftenprofil Druckorte Stammdaten Hier finden Sie die in der Zeitschriftendatenbank (ZDB) hinterlegten bibliographischen Informationen zur Zeitschrift. Das Pluszeichen weist auf das Vorhandensein weiterer ausklappbarer Angaben hin. Titel : Dänisches Journal Erschienen : Kopenhagen; Leipzig : Rothens Erscheinungsverlauf : 1.1767/69 - 2.1769/70 Nummern : ID (PPN): 001914693 Zitierlink : https://gelehrte-journale.adw-goe.de Zitierlink in Zwischenablage kopiert ZDB-ID : 535608-8 https://ld.zdb-services.de/resource/535608-8 DNB-Nr. : 012887552 OCoLC-Nr. : 630216389 https://www.worldcat.org/oclc/630216389 AdW-Nr. : 309 Projekt : Gelehrte Journale und Zeitungen der Aufklärung (GJZ 18, 2011-2025) Inhalt Über die inhaltliche Struktur der Zeitschrift können einzelne Abschnitte durch Aufklappen als Sucheinstieg ausgewählt werden: etwa einzelne Bände oder Jahrgänge und – je nach Aufbau der Zeitschrift – auch einzelne Stücke, Vorreden, Beilagen, etc. Jeder Abschnitt ist per Klick auswählbar und führt zu einem Trefferset der jeweils zugehörigen Artikel. Mithilfe der Facetten kann die Suche anschließend verfeinert werden.Auf der untersten Ebene können einzelne Artikel direkt ausgewählt werden. Die ggf. gekürzten Titel und die ihnen jeweils vorangestellte Gattung können, je nach Zeitschrift, bereits eine erste Orientierung bieten. Statistische Auswertung auf GJZ18-Datenbank Hier können Sie den Erschließungsstand der einzelnen Jahrgänge der Zeitschrift einsehen und sich ein Bild von ihrer fachlichen Ausrichtung und speziellen thematischen Vorlieben machen. Die Verteilung der Fächer basiert auf der Vergabe der Systemstellen in den einzelnen Datenbankeinträgen. Das Diagramm lässt sich mit dem Schieberegler individuell skalieren und kann auf einen bestimmten Zeitraum oder einzelne Jahrgänge beschränkt werden. Daneben wird auch der Vergleich zweier Jahrgänge angeboten. Das Diagramm kann so eventuelle Veränderungen der Programmatik sichtbar machen. Die dargestellten Balken sind jeweils klickbar und stellen nach Auswahl ein Trefferset der zum Fach und gewählten Zeitraum gehörigen Artikel der Zeitschrift zusammen. Bearbeitungsstand Fächerverteilung Zeitraum Einzeljahrgang Zwei Jahrgänge Auswahl: Auswahl: Auswahl: vs. Fachentwicklung Wissenschaftskunde (Wiss.) Philologie (Philol.) Theologie (Theol.) Jurisprudenz (Jur.) Medizin und Pharmazie (Med.) Philosophie (Phil.) Pädagogik (Päd.) Staatswissenschaften (Pol.) Kriegswissenschaften (Mil.) Naturkunde (Nat.) Technologie und Gewerbekunde (Tech.) Mathematik (Math.) Geographie (Geo.) Geschichte (Gesch.) Bildende Kunst, schöne Literatur, Musik (Kü.) Literär-/Gelehrtengeschichte (Lit.) Vermischte Schriften (Verm.) Profil Hier finden Sie detaillierte Angaben zur Zeitschrift, die von den Mitarbeiter*innen des Projektes im Zuge ihrer Arbeit gewonnen wurden. Es handelt sich um Erkenntnisse über Herausgeberschaft, Mitarbeiterstab, Vernetzung, Publikationsgeschichte und Programmatik der Zeitschrift. Daneben werden spezifische Interessen benannt, Stil und Art der Rezensionen und Beiträge charakterisiert und auch Übernahmen aus anderen Zeitschriften aufgeführt. Digitalisat : http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB000266A700000000 Personen : Lorck, Josias (Rezensent ; Herausgeber) Publikationsgeschichte : Im Vorbericht schildert der Herausgeber, Josias Lorck, die Entwicklung von den Vorgängerorganen "Nachrichten von dem Zustande der Wissenschaften und Künste in den Königlich Dänischen Reichen und Ländern" (1753–1757) und den "Fortgesetzten Nachrichten" (1758–1768) zum "Dänischen Journal" (1767–1770). Die ersten beiden Bände der "Nachrichten" hatte Anton Friedrich Büsching herausgegeben, der die Zeitschrift auch gegründet hatte. Der 3. Band stammte bereits von Lorck, der anschließend auch die Herausgeberschaft der "Fortgesetzten Nachrichten" übernahm. Diese waren aufgrund des Verlegerwechsels von Ackermann zu Pelt entstanden. Nach dem 4. Band der "Fortgesetzten Nachrichten" hätten sich die Verfasser, so Lorck im Vorbericht, getrennt oder anderweitige Pflichten gehabt. Die "Menge von Büchern und Nachrichten, welche wir (…) hätten anzeigen sollen", sei unterdessen zu einem "schwer zu übersteigendem Berg" angewachsen. Er entschloss sich daher mit dem "Dänischen Journal" zu einem programmatischen Kurswechsel. Im Gegensatz zu den beiden früheren Zeitschriften, die einen umfassenden Überblick über die Publikationen aus den Dänischen Ländern insgesamt, entsprechend auch von älteren Werken, bieten sollten, sollten im "Dänischen Journal" lediglich aktuelle Publikationen, jene, die nach dem Tod von Friedrich V. (1766) erschienen waren, angezeigt werden. Nachdem die "Nachrichten" bei Ackermann (Kopenhagen ; Leipzig) erschienen waren, die "Fortgesetzten Nachrichten" bei Pelt (Kopenhagen ; Leipzig), wurde das dritte Blatt, das "Dänische Journal", nun bei Rothe und Proft (Kopenhagen ; Leipzig) verlegt. Redaktionsstil : berichtend subjektiv einige wenige Verrisse Informationen : Von der Begeisterung des Neuanfangs beflügelt, setzte sich Lorck ein ehrgeiziges Ziel: "Wir wollen, so viel sich wird thun lassen, die Bücheranzeigen und Begebenheiten eines jeden Jahrs in einem Band zu bringen suchen. So wird der gegenwärtige erste Band bloß dem vorigen 1766sten Jahre gewidmet, und der folgende zweyte Band für das gegenwärtige 1767ste Jahr bestimmt, u.s.w. Folglich wird zu Ende eines jeden Vierteljahres ein Stück von obgedachter Größe [10 bis 12 Bogen] erscheinen können. (…) Bey dieser Einrichtung hat man in einem Bande die gelehrten Begebenheiten eines jeden Jahrs beysammen (…). Und bey dieser Einrichtung kann dieses Journal eine Art von Archiv für die Zukunft werden." (Vorbericht Bd. 1, St. 1). In den "Göttingischen Anzeigen" merkt der Rezensent jedoch an: "Das Dänische Journal (…) scheint aber bereits beym ersten Bande wieder zu stocken" (GGA 1770, S. 972). Tatsächlich hatte sich der Plan nahezu umgehend als zu ambitioniert erwiesen. Das Blatt erschien unregelmäßig, der 1. Band enthielt noch die anvisierten vier Stücke, der 2. Band lediglich noch zwei. Auch erschien nicht ein Band pro Jahr: Die Stücke des 1. Bandes erschienen zwischen 1767 und 1769, jene des 2. zwischen 1769 und 1770. Erste Veränderungen zeigten sich bereits im 4. Stück: Nach der fortlaufenden Seitenzählung der ersten drei Stücke, beginnt dieses wieder bei S. 1. Längere Rezensionen haben im 4. Stück gelegentlich den Charakter von Beiträgen. Das letzte Stück (Bd. 2, 2. St.) unterscheidet sich in Länge, Inhalt und Redaktionsstil deutlich von den anderen Stücken. Für ein ungeplantes Ende der Zeitschrift spricht, dass beide Bände (im Digitalisat des hier erschlossenen Exemplars der Berliner Staatsbibliothek) weder Titelblätter noch Register oder Druckfehlerverzeichnis haben (die Stücke wurden u.U. nicht zu Bänden zusammengebunden). Das "Dänische Journal" besteht zum überwiegenden Teil aus Rezensionen und Buchanzeigen, die Zahl der Beiträge und gelehrten Nachrichten ist überschaubar. Dies entspricht dem Vorhaben Lorcks: Die "innere Einrichtung" des Journals sollte im Vergleich zu den Vorgängerblättern unverändert bleiben. Auf die Rezensionen folgen gelehrte Berichte, zum Schluss enthalten die Stücke die Rubriken "Kurze Anzeigen" und "Nachrichten" (mit gelegentlich leicht abweichenden Überschriften). Sämtliche Mitarbeiter bleiben anonym. Im Vorbericht heißt es: "Wir wollen unsre Namen just nicht bekannt machen, (…) und viele [unsrer Leser] werden uns ohnedem schon kennen". Einige, die bereits an den Vorgängerzeitschriften beteiligt waren, würden auch weiterhin mitarbeiten. Zu den möglichen Rezensenten könnten somit etwa Ernst Christian Hauber und Charlotte Catharina Andersen, geb. Hauber, Johann Hermann Barckhausen, Isaac Andreas Cold, Jacob Christian Kreber, Carl Leopold von Scherewien und Rudolf Augustin Vogel zählen. Außerdem seien "etliche neuere Mitarbeiter dazu gekommen". Auch der Redaktionsstil sollte beibehalten werden: "keine bitteren Urtheile und satyrischen Anfälle". Allerdings gäbe es auch Schriften, so Lorck im Vorbericht, von denen "wir aus guten Gründen nichts sagen wollen". Im Gegensatz zum Vorgängerblatt "Nachrichten", in dem 93% der angezeigten Werke positiv bewertet wurden, sind es im "Dänischen Journal" nur 76%. Inhaltlich bleibt die Theologie durch die Person des Herausgebers auch weiterhin ein wichtiges Fach. Rezensiert werden zwar auch hier in erster Linie Predigten und Erbauungsschriften, es gibt aber auch ausführliche Rezensionen zu Basedows "Hauptprobe der Zeiten", in denen Kritik an dessen Glaubenslehre geübt wird. Die angezeigten Predigten sind häufig dem 1766 verstorbenen König Friedrich V. gewidmet. Im 1. Band findet sich außerdem auf ca. 60 Seiten ein ausführliches Verzeichnis der Schriften, die anlässlich dessen Todes entstanden sind. Thematisch sollen auch, so Lorck im Vorbericht, "Begebenheiten der Natur" und ökonomische Nachrichten berücksichtigt werden. Besonders hervor treten hier mehrere (und ungewohnt ausführliche) Rezensionen zu bedeutenden Werken der Botanik, wie etwa Müllers Pflanzenbuch "Flora Fridrichsdalina" oder Oeders "Flora Danica" und dessen "Einleitung in die Kräuterkenntnis". Im 4. Stück ist zudem eine Nachricht von Oeder selbst eingerückt, in der er sich zum Preis der Kupferstiche in der "Flora Danica" äußert. Mit der Rezension von Strøms "Physisk og Oeconomisk Beskrivelse over Fogderiet Söndmör" erhalten auch die norwegische Ökonomie und Landeskunde besondere Aufmerksamkeit. Mit über 60 Seiten ist dies vermutlich die umfangreichste Rezension des Blattes. Erwähnenswert mag schließlich – im letzten Stück des Journals – die Vorstellung der Schauspiele von Charlotta Dorothea Biehl sein. Der regionale Schwerpunkt Dänemark im weiteren Sinne ist nach wie vor Programm: "(…) wir werden uns (…) bloß auf die dänischen Staaten einschränken, aber auch auf die sämmtlichen königl. dänischen Reiche und Länder, die deutschen Provinzen mit eingeschlossen." (Vorbericht Bd. 1, St. 1) Hauptberichtsorte sind entsprechend Kopenhagen und auch Altona. Verlagsschwerpunkte sind in Kopenhagen Möller, Rothe und Godiche, in Altona Iversen und Burmester, in Flensburg Serringhausen und Korte. Übernahmen aus anderen Zeitschriften sind denkbar, aber nicht ausdrücklich gekennzeichnet. In erster Linie wären hier Jacob Badens "Adressekontorets Efterretninger" und das "Kritisk Journal" zu nennen. Auf beide Periodika wird häufig Bezug genommen. In der "Allgemeinen Deutschen Bibliothek", den "Göttingischen Anzeigen" und den "Theologischen Berichten von neuen Büchern und Schriften" werden gelegentlich relativ zeitnah Werke, die auch im "Dänischen Journal" angezeigt werden, rezensiert. Ob es tatsächlich Verbindungen zwischen dem Journal und den genannten Periodika gab, konnte hier nicht überprüft werden. Das "Dänische Journal" ist großzügig gesetzt: Der erste Artikel eines jeden Stücks und nicht vollständig bedruckte Seiten sind mit einer Vignette o.ä. verziert. Erscheinungsverlauf : 1.1767/69-2.1769/70 Es gab weder Druckerwechsel noch Publikationspausen. Erscheinungszyklus : unregelmäßig Die Titelblätter der Stücke sind jeweils nur mit einer Jahreszahl ohne weitere Angaben versehen. Umfang : Bd. 1 ca. 800 S., 4 Stücke, kein Register Bd. 2 ca. 330 S., 2 Stücke, kein Register Anzahl Seiten pro Stück: unterschiedlich, von ca. 120 S. bis 240 S. Anzahl Seiten pro Artikel: unterschiedlich, meist ca. 12 S. pro Rezension, gelegentlich 30–40 S.) VD-18-Nr : VD18 90758676 Kirchner-Nr : 262 weiterführende Literatur : Betteridge, Harold T.: Klopstock in Dänemark, in: Beiträge zur deutschen und nordischen Literatur: Festgabe für Leopold Magon zum 70. Geburtstag 3. April 1957 (Veröffentlichungen des Instituts für Deutsche Sprache und Literatur), Berlin: Akad.-Verl. 1958, S. 137–152. Bohnen, Klaus: Der Kopenhagener Kreis und der "Nordische Aufseher", in: Zentren der Aufklärung; 4: Der dänische Gesamtstaat: Kopenhagen, Kiel, Altona, Tübingen: Niemeyer 1992, S. 161–179. D'Aprile, Iwan-Michelangelo (Hg.): Deutsch-dänische Kulturbeziehungen im 18. Jahrhundert: German-Danish Cultural Relations in the 18th Century (Schriften des Frühneuzeitzentrums Potsdam, 9), Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2018. Detering, Heinrich (Hg.): Dänisch-deutsche Doppelgänger: transnationale und bikulturelle Literatur zwischen Barock und Moderne, Göttingen: Wallstein 2001. Eaton, John Wallace: The German Influence in Danish Literature in the eighteenth century. The German Circle in Copenhagen 1750–1770, Cambridge: Univ. Press 1929. Hauke, Wilfried: Von Holberg zu Biehl. Das dänische Aufklärungsdrama 1747–1773, Frankfurt am Main [u.a.]: Lang 1992. Hoff, Karin: Die Entdeckung der Zwischenräume. Literarische Projekte der Spätaufklärung zwischen Skandinavien und Deutschland, Göttingen: Wallstein 2003. Krefting, Ellen M.; Nøding, Aina ; Ringvej, Mona (Hgg.): Eighteenth-century Periodicals as Agents of Change: Perspectives on Northern Enlightenment (Library of the Written Word, 33), Leiden; Boston: Brill 2015. Magon, Leopold: Ein Jahrhundert geistiger und literarischer Beziehungen zwischen Deutschland und Skandinavien, Bd. 1: Die Klopstockzeit in Dänemark, Johannes Ewald, Dortmund: Ruhfus 1926. Verfasser des Profils : Angela Kuhk Erstellungsdatum : 2025-11-19 Druckorte Mit dieser interaktiven Karte erhalten Sie eine Übersicht über die Druckorte der in der Zeitschrift rezensierten Schriften. Sie können sich damit einen Eindruck über eventuelle regionale Schwerpunkte und die internationale Anbindung der Zeitschrift verschaffen. Die Häufigkeit vorkommender Orte wird mit Markern farblich unterschieden und in der Legende am rechten unteren Kartenrand erklärt. Die Karte ist zoombar und fasst in den niedrigeren Zoomstufen einzelne benachbarte Ortsmarker als blaue lokale Cluster zusammen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, die Ortsnamenliste direkt über der Karte gezielt nach einzelnen Druckorten zu durchsuchen. Die Auswahl einzelner Orte generiert ein Trefferset der entsprechenden besprochenen Werke innerhalb der Zeitschrift in einem neuen Tab. Kopenhagen 103 Altona 28 Flensburg 16 Leipzig 8 Berlin 7 Sorø 6 Lübeck 4 Helsingør 3 Aalborg 3 Bergen 3 Odense 2 Hamburg 2 Halle (Saale) 2 Bremen 2 Trondheim 2 Wien 1 Zittau 1 Straßburg 1 Schleswig 1 Regensburg 1 Itzehoe 1 Helmstedt 1 Göttingen 1 Gotha 1 Frankfurt am Main 1 Breslau 1 Kopenhagen (103) Altona (28) Flensburg (16) Leipzig (8) Berlin (7) Sorø (6) Lübeck (4) Helsingør (3) Aalborg (3) Bergen (3) Odense (2) Hamburg (2) Halle (Saale) (2) Bremen (2) Trondheim (2) Wien (1) Zittau (1) Straßburg (1) Schleswig (1) Regensburg (1) Itzehoe (1) Helmstedt (1) Göttingen (1) Gotha (1) Frankfurt am Main (1) Breslau (1) Results count per location