Nützliche und auserlesene Arbeiten der Gelehrten im Reich : das ist in Francken, Schwaben, Ober-Rhein, Bayern, Österreich, Böhmen und angräntzenden Orten Stammdaten Inhalt Statistische Auswertung Zeitschriftenprofil Druckorte Stammdaten Titel : Nützliche und auserlesene Arbeiten der Gelehrten im Reich : das ist in Francken, Schwaben, Ober-Rhein, Bayern, Österreich, Böhmen und angräntzenden Orten Keytitle : Nützliche und auserlesene Arbeiten der Gelehrten im Reich Erschienen : Nürnberg : Endter Erscheinungsverlauf : St. 1.1733 - 7.1736; damit Ersch. eingest frühere/spätere Titel : ZDB: Fränckische Acta erudita et curiosa (ZDB-ID: 504875-8) Nummern : ID (PPN): 001915118 Zitierlink : https://gelehrte-journale.adw-goe.de Zitierlink in Zwischenablage kopiert ZDB-ID : 504876-x https://ld.zdb-services.de/resource/504876-x DNB-Nr. : 012646814 OCoLC-Nr. : 183366281 https://www.worldcat.org/oclc/183366281 AdW-Nr. : 353 Projekt : Gelehrte Journale und Zeitungen der Aufklärung (GJZ 18, 2011-2025) Inhalt Statistische Auswertung auf GJZ18-Datenbank Bearbeitungsstand Fächerverteilung Zeitraum Einzeljahrgang Zwei Jahrgänge Auswahl: Auswahl: Auswahl: vs. Fachentwicklung Wissenschaftskunde (Wiss.) Philologie (Philol.) Theologie (Theol.) Jurisprudenz (Jur.) Medizin und Pharmazie (Med.) Philosophie (Phil.) Pädagogik (Päd.) Staatswissenschaften (Pol.) Kriegswissenschaften (Mil.) Naturkunde (Nat.) Technologie und Gewerbekunde (Tech.) Mathematik (Math.) Geographie (Geo.) Geschichte (Gesch.) Bildende Kunst, schöne Literatur, Musik (Kü.) Literär-/Gelehrtengeschichte (Lit.) Vermischte Schriften (Verm.) Profil Digitalisat : http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN846231905 Personen : Feuerlein, Jakob Wilhelm (Herausgeber ; Rezensent ; Beiträger) Deinlein, Georg Friedrich (Herausgeber ; Rezensent ; Beiträger) Köhler, Johann David (Herausgeber ; Rezensent ; Beiträger) Publikationsgeschichte : Im ersten Stück des Zeitschriftenprojekts geben sich die drei Herausgeber in der Vorrede, die auf den 30. März 1733 datiert ist, namentlich bekannt. Als Lehrende der Universität Altdorf zeichnen sie sich für die Auswahl der behandelten Schriften und Themen verantwortlich und offenbaren sich als Verfasser der Rezensionen und Beiträge. Sie sehen sich in der Nachfolge der "Fränckische[n] Acta erudita et curiosa" (Nürnberg 1726–1732, 24 Bde.) und der "Nova litteraria circuli Franconici oder Fränckische[n] Gelehrten-Historie" (Nürnberg 1725, 2 Bde.), grenzen sich aber mit ihrer Absicht, nicht nur aus Franken berichten zu wollen, von diesen beiden Vorgängerprojekten ab. Wie schon durch den Titel verraten wird, soll das gelehrte Leben und Schaffen des gesamten oberdeutschen Sprachraums einschließlich Österreichs und Böhmens – in Abgrenzung zu den ober- und niedersächsischen sowie niederrheinisch- und westfälischen Kreisen – Berücksichtigung finden. Als Gründe werden angeführt, dass viele Zeitschriftenprojekte aus diesen Teilen des Reichs eingestellt worden seien, und daher den dortigen gelehrten Bemühungen zu wenig Beachtung geschenkt würde. Überdies könne aus einem reicheren Vorrat an auserlesenem Schriftgut und nützlichen Nachrichten geschöpft werden. Redaktionsstil : Neben neutralen Beiträgen überwiegen die positiven Besprechungen, die bisweilen von ambitionierten Einwürfen und wohlwollender konstruktiver Kritik – häufig durch Fettdruck kenntlich gemacht – begleitet werden. Der Grund hierfür liegt im Programm der Zeitschrift, in der – wie im Titel der Zeitschrift angekündigt – nur gute und auserlesene Schriften Beachtung finden, und Anzüglichkeiten insbesondere in religiöser Hinsicht vermieden werden sollen, um ein möglichst breites Publikum für sich einzunehmen. Die Korrespondenten sind dazu aufgerufen, sich ebenfalls an diese Grundsätze zu halten. Bisweilen machen die Herausgeber von ihrem in der Vorrede geäußerten Vorbehalt Gebrauch, Einsendungen in Teilen zu zensieren oder in Form von Anmerkungen zu kommentieren. Beides zusammen geschieht im 4. Stück, in dem offensichtlich seitens der Herausgeber eingegriffen wurde, um den Streit um die Genealogie der Wittelsbacher, der durch Ignaz Franz Xaver von Wilhelm ausgelöst wurde, nicht eskalieren zu lassen. Sie werden zwar der Bitte des anonymen Verfassers, der sich ihnen als "Liebhaber gelehrter Gesellschaften ohne Engagement" vorstellt, gerecht, indem sie dessen Beitrag zu diesem Gelehrtenstreit in ihre Zeitschrift aufnehmen, lassen jedoch verlauten, diesen gekürzt zu haben, da er in Teilen ihren Richtlinien zuwiderlaufe. Darüber hinaus antworten sie mit einer Replik, in der sie Einwände, Richtigstellungen und Ergänzungen sachlich vortragen (Verf. C.). In der "Anzaig einiger älteren Schrifften" im 5. Stück, die den Herausgebern ebenso anonym zugeschickt wurde, wird insofern ein anderes Verfahren angewandt, als die eigenen Anmerkungen an die Anmerkungen des Einsenders angehängt werden (Verf. A.). Informationen : In den Jahren 1733-36 sind insgesamt 7 Stücke im Verlag Wolfgang Moritz Endter Erben in Nürnberg erschienen. Die einzelnen Titelblätter werden stets von einem Frontispiz begleitet, auf das im Laufe der Stücke in Form eines Beitrags Bezug genommen wird. Ein Stück umfasst etwa 7 Rezensionen oder Beiträge etwa im Verhältnis 2:1, an die sich in der Regel die Rubrik "Gelehrte Neuigkeiten" sowie ein Inhaltsverzeichnis anschließen. Die Frontispize zeigen Porträts von historischen oder kürzlich verstorbenen gelehrten Persönlichkeiten des 16. bis 18. Jahrhunderts, die in Franken, Bayern und Schwaben sowie am Oberrhein wirkten. Eine Ausnahme bildet im 2. Stück das Wappen der Äbte von St. Emmeram, das an die Erhebung der Äbte in den Reichsfürstenstand im Jahr 1731 erinnert. Rezensiert werden hauptsächlich Werke historischer und insbesondere kirchenhistorischer Thematik. Einen größeren Teil bilden die Streitschriften zum Wittelsbacher Genealogie-Streit, gefolgt von Abhandlungen über das böhmische Adelsgeschlecht Sternberg sowie die Nordgauer, Ulmer und Wormser Geschichte. Neben edierten Urkunden zur bayerischen Geschichte sind Schriften über die Reformation in Nürnberg und in Schwäbisch Hall, ein Beitrag über die Wormser Bibel sowie eine Chronik über das Stift Göttweig berücksichtigt. Auch ein Handbuch über die Nürnberger Buchdrucker und ein Lexikon über die bayerischen Mediziner oder Abhandlungen über die bayerische Philosophiegeschichte werden besprochen. Es handelt sich durchweg um Publikationen, die in den Jahren zuvor herausgegeben wurden. Eine Ausnahme bildet eine Chronik über die Universität Ingolstadt, die von Valentin Rotmarus verfasst und von Johann Engerd im Jahr 1581 herausgegeben wurde. Auch in den Beiträgen widmet man sich insbesondere der Kirchengeschichte. Einem Artikel über die Erzkanzlerwürde der Eichstätter Bischöfe folgt die Transkription und Erläuterung der Urkunde, die 1731 aus Anlass der Erhebung der Äbte von St. Emmeram in den Reichsfürstenstand ausgestellt wurde. Eine Biographie über den Stadtpfarrer von Lauf (bei Nürnberg), Matthäus Vogel, liefert zugleich einen Beitrag zur Reformation in Nürnberg. Artikel zum Ulmer Predigerkloster und zum Ulmer Buchdruck wechseln sich mit mehreren Arbeiten zu einem in Nürnberg erschienenen Gebetbuch Martin Luthers ab. Die Rubrik "Gelehrte Neuigkeiten" wird dafür genutzt, um Buchankündigungen, Buchanzeigen, Nachrichten, Universitätsnachrichten oder Todesmitteilungen in knapper Form unterzubringen. Nahezu jeder Artikel ist mit einer Signatur versehen. Die Herausgeber, die kein Geheimnis aus ihrer Identität machen, unterzeichnen allein mit den Initialen A., B. und C., so dass ihnen die einzelnen Artikel nicht sicher zugeordnet werden können. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Initiale A. auf den in der Mitteilung an erster Stelle genannten Theologen Jakob Wilhelm Feuerlein Bezug nimmt, die Initiale B. auf den Rechtsgelehrten Georg Friedrich Deinlein, und die Initiale C. auf den Historiker und Genealogen Johann David Köhler, zumal die unter den Initialen behandelten Themen den fachlichen Disziplinen entsprechen, die sie vertreten. Ohne Zweifel dürften sich etwa Deinlein mit den Vorlesungen über das Lehnrecht seines ehemaligen Lehrers Nicolaus Hieronymus Gundling beschäftigt, und Köhler in den Streit um die Genealogie der Wittelsbacher eingemischt haben. Die Verfasser der eingesendeten Beiträge geben sich ebenfalls zurückhaltend zu erkennen. Verfasser H. T. B. ist mit jeweils einem Beitrag pro Stück zur fränkischen Geschichte und Reformation vertreten, während der Verfasser L. B. H. Beiträge zur Ulmer Kulturgeschichte liefert. I. G. D. widmet sich der Anzeige älterer Schriften. Im letzten Stück wird ein Beitrag zur Architektur des kürzlich verstorbenen Mathematikprofessors Johann Sebastian Stedler eingerückt. Die einzelnen Stücke werden in den Leipziger "Neuen Zeitungen von gelehrten Sachen" ausführlich besprochen; umgekehrt wird in den "Nützlichen und auserlesenen Arbeiten" bisweilen auf Inhalte in der Leipziger Zeitschrift verwiesen (vgl. Stück 2 (1733), S. 137, mit einem Hinweis auf den Lebenslauf des Verfassers in Stück 32 (1733) der Leipziger Zeitschrift). Erscheinungsverlauf : Innerhalb von 4 Jahren sind im Verlag Wolfgang Moritz Endter Erben in Nürnberg 7 Stücke erschienen: St. 1-3 (1733), St. 4 (1734), St. 5-6 (1735), St. 7 (1736). Erscheinungszyklus : unregelmäßig Umfang : Die einzelnen Stücke, die fortlaufend und dabei bisweilen fehlerhaft paginiert sind, umfassen durchschnittlich etwa 90 S. Die einzelnen Artikel weisen einen Umfang von durchschnittlich etwa 11 S. auf. VD-18-Nr : VD18 90295846 Kirchner-Nr : 95 Signatur : SUB Göttingen 8 SVA II, 1445 weiterführende Literatur : Benz, Stefan: Der Streit um die Genealogie der Wittelsbacher: Gottfried Philipp von Spannagel (Wien) gegen Ignaz Franz Xaver von Wilhelm (München), in: Peper, Ines und Wallnig, Thomas (Hrsg.): Central European Pasts: Old and New in the Intellectual Culture of Habsburg Europe, 1700–1750, Berlin 2022 (Cultures and Practices of Knowledge in History 6), S. 347-392. Benz, Stefan: Modelle barocker Geschichtsschreibung in und über Franken, in: Dieter J. Weiß (Hrsg.), Barock in Franken, Dettelbach 2004 (Bayreuther historische Kolloquien 17), S. 133-196. Verfasser des Profils : Veronika Hausler Erstellungsdatum : 2025-10-25 Druckorte Mit dieser interaktiven Karte erhalten Sie eine Übersicht über die Druckorte der in der Zeitschrift rezensierten Schriften. Sie können sich damit einen Eindruck über eventuelle regionale Schwerpunkte und die internationale Anbindung der Zeitschrift verschaffen. Die Häufigkeit vorkommender Orte wird mit Markern farblich unterschieden und in der Legende am rechten unteren Kartenrand erklärt. Die Karte ist zoombar und fasst in den niedrigeren Zoomstufen einzelne benachbarte Ortsmarker als blaue lokale Cluster zusammen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, die Ortsnamenliste direkt über der Karte gezielt nach einzelnen Druckorten zu durchsuchen. Die Auswahl einzelner Orte generiert ein Trefferset der entsprechenden besprochenen Werke innerhalb der Zeitschrift in einem neuen Tab. Nürnberg 6 Leipzig 5 Frankfurt am Main 5 Wien 3 München 3 Ulm 2 Regensburg 2 Tegernsee 1 Schwäbisch Hall 1 Schwabach 1 Ingolstadt 1 Coburg 1 Altdorf bei Nürnberg 1 Prag 1 Nürnberg (6) Leipzig (5) Frankfurt am Main (5) Wien (3) München (3) Ulm (2) Regensburg (2) Tegernsee (1) Schwäbisch Hall (1) Schwabach (1) Ingolstadt (1) Coburg (1) Altdorf bei Nürnberg (1) Prag (1) Results count per location